13 Regeln, wie Du nicht nur abnehmen kannst, sondern Essen auch zu einer heilsamen Erfahrung machst

 

 

…eine riesige Portion Pommes stand vor mir. Ich hatte Liebeskummer und mir ging es schlecht und irgendwie wollte ich einen schönen Moment erleben. Ich brauchte unbedingt eine riesige Portion Pommes mit Mayo. Die schlang ich runter, in Gedanken an die Ungerechtigkeit der Welt. Danach ging es mir noch schlechter. Ich schüttete noch ein Bier drauf. Halbzerkaute, fetttriefende Pommes quälten mich bis tief in die Nacht und den Tag darauf auch noch… Den Liebeskummer war ich nicht die Bohne los… (Nächstes Mal besser Bohnen…)

Einige Jahre später…

…ein Apfel lag vor mir. Nach dem Fasten soll man mit einem Apfel das Essen wieder beginnen. Egal, ob man drei Tage oder drei Wochen gefastet hat – für diesen Apfel nimmt man sich dann Zeit. Sehr viel Zeit. Fast eine Stunde saß ich auf meinem Balkon und aß diesen köstlichsten Apfel der Welt nach 3 Wochen fasten…

Aber ich habe auch schon Äpfel emotional aufgewühlt runtergeschlungen und Pommes intensiv genossen. Eine Zeitlang hatte ich ein verstörtest Verhältnis zum Essen. Bewusstes Essen kann heilsam sein. Hier 13 Regeln, wie Du Essen zu einer erfüllenden und heilsamen Erfahrung machen kannst:

1. Lasse Dir Zeit beim Essen und gewöhne Dir an, richtig gut zu kauen

Früher habe ich das Essen heruntergeschlungen. Manchmal sogar im Stehen oder sogar im Gehen. Dann habe ich mich unwohl gefühlt, weil ich energiemäßig fast lahmgelegt war von der Verdauungsarbeit. Gutes Kauen ist eine Gewohnheitssache und muss geradezu antrainiert werden. Eine Sache, die sich richtig lohnt, denn der Körper kann dann die Nährstoffe auch viel besser aufnehmen.

2. Iss nur solange, bis Du ein angenehmes Sättigungsgefühl im Bauch hast.

Früher habe ich oft viel zu viel gegessen und mich dann mit einem unangenehmen Gefühl der Völle herumgeschlagen. Mittlerweile kann ich es gut abschätzen und zum richtigen Zeitpunkt aufhören. Seitdem geht es mir viel besser.

3. Genieße Dein Essen mit allen Sinnen. Konzentriere Dich auf den Geschmack und den Geruch.

Mir fällt es mittlerweile richtig schwer zu essen, wenn Musik läuft. Es ist so, als wären meine Sinne dann überfordert. Und ich koche immer anders, probiere immer wieder neue Gewürz- und Kräuterkombinationen aus, so dass es jedes Mal ein neues Erlebnis ist, zu essen und richtig zu schmecken. Je intensiver Du das Essen wahrnimmst und mit je höher deine Aufmerksamkeit und Achtsamkeit beim Essen ist, desto erfüllender ist die Befriedigung aus dem „Erlebnis Essen“.

4. Iss nur, wenn Du Dich einigermaßen ausgeglichen fühlst.

Viele Menschen essen übermäßig, um unangenehme oder schmerzhafte Gefühle zu kompensieren. Wenn Du im Streit bist oder traurig, wenn Du wütend bist oder frustriert – dann trinke erstmal ein großes Glas Wasser und mache einen kleinen Spaziergang. Spüre in Dich hinein und bringe dein Gefühl zum Ausdruck. Iss erst dann etwas, wenn Du wirklich hungrig bist. Und gerade dann ist es wichtig darauf zu achten, dass du aufhörst, wenn Du satt bist.

5. Obst und Gemüse möglichst frisch oder im „Ideal-Zustand“ essen

Manchmal ärgere ich mich darüber, dass Bananen im Supermarkt fast noch grün sind. Ich finde Bananen viel leckerer, wenn sie gereift sind und schwarze Stellen bekommen. Avocados, Kiwis oder Tomaten sind oft viel zu hart, dann lasse ich sie zuhause nachreifen und irgendwie sind sie mit einem mal sehr weich und nicht mehr essbar… Manchmal ist es nicht so einfach, Gemüse oder Obst im ideal Zustand zu bekommen. Finde für Dich heraus, wie du das Obst oder Gemüse am liebsten magst und wende die Zeit auf, die es braucht, es dann wirklich zu genießen.

6. Wenn Du kannst, verzichte auf industriell verarbeitete Lebensmittel

Es ist unglaublich wie viele industriell verarbeitete Lebensmittel im normalen Supermarkt im Angebot sind. Bis zu 70% des Angebots.

7. Bevorzuge natürliche Süßungsmittel wie Honig

Kaffee mit Honig gesüßt ist lecker…

8. Wenn es geht, verzichte auf gehärtete Fette und Transfette

Gehärtete Fette sind meistens gesättigte Fettsäuren und verlangsamen deinen Stoffwechsel. Ungesättigte Fettsäuren aktivieren Deinen Stoffwechsel und finden sich in z.B. Olivenöl.

9. Entscheide Dich eher für Bio-Produkte, am besten auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen um die Ecke

Es gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die sich richtig viel Mühe geben, richtig gute Lebensmittel herzustellen. Auf dem Wochenmarkt kann man solche Leute kennenlernen. Dann bekommt man auch ein anderes Gefühl für die Dinge, die man da kauft. In vielen Städten gibt es BioKisten, die direkt vom Gemüsebauern kommen.

10. Iss grüne Gemüse

Supergesund sind solche Gemüse wie Wirsing-, Spitz- oder Grünkohl, Brokkoli, Spinat, Sellerie, Kohlrabi und Porree. Ich persönlich habe einen Faible für solche stiefmütterlich behandelten Gemüse wie Wirsing oder Spitzkohl, Steckrüben oder Kohlrabi. Meine Freunde machen schon Witze darüber. Dieselben schlackern dann mit den Ohren, wenn ich einen Spitzkohl mit  Knoblauch und Schafskäse überbacken auftische… weil´s krass lecker ist…

11. Lasse Pausen zwischen den Mahlzeiten

Für mich eine besondere Herausforderung, weil ich sehr gerne Kleinigkeiten zwischendurch esse. Aber diese Pausen von 4 bis 5 Stunden sind wichtig für den Stoffwechsel und den Fettabbau. Dann kann der Insulinspiegel absinken. Insulin ist für die Verarbeitung von Kohlenhydraten zuständig, es wandelt Kohlenhydrate in Zucker um. Während dieses Umbauprozesses könne der Körper kein Fett verbrennen, sagen die Verfechter der Pausendiäten. Damit der Insulinspiegel über Stunden niedrig bleibt, sind keine noch so kleinen Snacks zwischendurch erlaubt

12. Iss keine Kohlenhydrate mehr nach 18 Uhr

Ist ja mittlerweile Allgemeinwissen… Um den Insulinspiegel unten zu halten und über Nacht den Fettabbau zu fördern…

13. Bereite einfache Mahlzeiten zu – 5 bis 7 Zutaten reichen

Öl erhitzen, Zwiebel anbraten, ein paar Kartoffeln, Möhren, Zucchini zerkleinern und dazugeben, etwas Salz, etwas Curry, 15 Minuten schmoren lassen… hmmmmmmmm

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